Taschenkalender haben sich ganz schön verändert. Benutzt man überhaupt noch welche, müssen sie klein und handlich sein, so wie die Kalender im Scheckkarten-Format, die man bei www.taschenkalender.de bestellen kann. Dort kann man seinen Kalender mit allen Motiven bedrucken lassen, die einem gefallen. Auf die andere Seite des Scheckkarten-Kalenders kommt das Kalendarium. Natürlich kann man den Taschenkalender auch als Visitenkarte nutzen. Er wird eingeschweißt und ist so vor den Spuren des täglichen Benutzens geschützt. Die Taschenkalender, diese kleinen Büchlein, die man früher hatte, benutzen heute nur noch wenige. Seine Termine kann man schließlich besser im Handy notieren und sich gleich daran erinnern lassen. So vergisst man garantiert nichts mehr.
Die ersten Taschenkalender, die in den 1970er Jahren auf den Markt kamen, waren eher dazu gedacht, Politik in der Hosentasche zu liefern. Nachdem es seit 1925 schon den „Kosmos-Taschenkalender“ gab, der „für die Jugend“ gedacht war, kam der linke Wagenbach-Verlag 1972 auf die Idee, Taschenkalender für die Jugend auch als Mittel der politischen Einflussnahme zu nutzen. Man brachte also den „Roten Kalender für Lehrlinge und Schüler“ raus. Allein die Tatsache, dass ein Gericht Teile des Kalenders verbot, verhalf ihm gleich im ersten Jahr zu reißendem Absatz. Verboten wurden ein Teil des Drogen-Ratgebers sowie die im Kalender vorgeschlagenen „Aktionen“ gegen „Kapitalisten oder ihre Helfer“. Auch die zensierte Auflage mit den dicken schwarzen Balken verkaufte sich 70.000 Mal. Damals war der Alltag noch politisch und man konnte seine Gesinnung durch den kleinen roten Kalender in der Hosentasche demonstrieren. Heute gibt es so viele verschiedene Taschenkalender für jede Bevölkerungsgruppe, dass jeder sich den passenden aussuchen kann, ohne gleich politisch zu werden.