Wenn man mit einem Logo Aufmerksamkeit erregen will, dann muss es auffallen. Es muss anders sein als alle anderen. Wem es tatsächlich nur darum geht, im Gespräch zu sein, der wählt ein provokantes Logo. Nichts ist so spannend wie die Dinge, über die man sich aufregen kann. Die Themen, die polarisieren, die, über die man sich so richtig streiten kann, die bleiben im Gespräch. Aber es ist ein schmaler Grat zwischen Provokation und Geschmacklosigkeit. Ein Beispiel: Die T Shirts mit Davidstern und der Aufschrift „Raucher“, die vor drei Jahren lange im Gespräch waren, sind zweifellos provokant aber eben auch völlig geschmacklos. Damit bleibt man zwar im Gespräch, aber das Image ist dahin. Missverständliche Logos können zwar Diskussionen auslösen – ob das aber immer die sind, die man sich wünscht, ist eine andere Frage. Ein auffallendes Logo darf nie verletzend oder beleidigend sein. Ein wenig provozieren darf es, klar. Muss es sogar. Aber es darf nie die imaginäre Grenze überschreiten, für die man ein Gespür entwickeln muss. Ein auffallendes, wirklich gutes Logo zu entwerfen, kann Wochen dauern. Das schüttelt man nicht aus dem Ärmel. Bis es dann so weit ist, dass man damit T Shirts bedrucken kann, dauert es noch mal eine Zeit. Hier sind also Geduld, Phantasie und Fingerspitzengefühl gefragt.